Holla geht das Rund

 

Wir haben so viel zu berichten und so wenig Zeit, aber watt mutt, dat mutt !!!

 

Wir waren letzte Woche, ja viel mit den Familien in der Reinholdstraße, beschäftigt. So haben wir den Kontakt mit der Bezirklichen Fachstelle für Wohnungsnotfälle (BFWn) hergestellt und auch die Lage erklären können, in der sich einige Familien sich befinden. 2 Familien mussten umquartiert werden, da es in privaten Unterkünften zu eng wurde. So war eine Situation 3 Zimmerwohnung, 4 Erwachsene und 7 Kinder. Das dieses für paar Tage geht ist gut, aber nicht wo die Sanierung bis zu einem Jahr dauern kann. Die Familie sollte nach ersten Einschätzungen der Behörden erst aufgeteilt werden, Mutter und Kinder sollten in eine Pension, der Vater sollte in ein Männerwohnheim. Dieser Zustand wäre für alle nicht tragbar, denn eine traumatisierte Familie zu trennen wäre unmöglich. Soll sich die Mutter, die unter schweren Schock steht, sich alleine um 4 Kinder kümmern? Und die Kinder würden auch nicht verstehen, warum Papa nicht bei ihnen mit wohnt.  Es ging alles gut, der Papa wurde mit in der gleichen Pension untergebracht. Am nächsten Tag ähnliches Spiel, nun ging es um weniger Personen. Auch diese Familie lebt nun in einer Pension. Alle Kinder können sogar in die gewohnte Schule gehen, freu.

 

Was ich toll finde, die Schule Maretstraße, hat für die Familien ihrer Schüler Eingekauft, Kleidung gesammelt und Spielzeug vorbeigebracht. Ich finde es einfach nur Toll, dass es eine Schule gibt, die auch nach dem Schulschluss da ist und sich so um seine Schüler sorgt. Wir sind alle schwer beeindruckt und Stolz auf unsere Harburger Schule.

 

Am Wochenende wurde dann vorbereitet für die Verteilung am Sonntag, für die Vorbereitungen danken wir Manuela mit ihrer Tochter und deren Freund, Julia und auch Tomas alle rockten und der Anhänger wurde recht schnell voll und das Lager wurde mit den restlichen Schwerlastregalen vervollständigt wir brauchten somit nur 6 Stunden.

 

Die Verteilung bei tollstem Wetter, wurde wirklich wieder nötig. Durch den Streetwork wussten wir ja, dass eine Platte komplett neu eingekleidet werden musste.  Es hatten sich ungewollte Tierchen in den Schlafsäcken eingenistet, diese wurden aber durch Hygiene und Chemie besiegt. Leider mussten trotzdem neue Sachen her, sicher ist sicher. Die alten Sachen wurden inzwischen aber gewaschen. Ein schöner Besuch waren auch 2 Familien der Reinholdstraße. Sie schauten sich an, was wir sonst noch leisten, konnte sich aber auch durch unsere Kleiderspenden zum Teil neu einkleiden. Grade an Unterwäsche fehlte es ja noch. Zu essen gab es diesmal Wurstgulasch, allen hat es geschmeckt und mit Brötchen dazu wurden alle satt. Insgesamt wurden 18 Liter und über 50 Brötchen ausgegeben. Die San-Station wurde von Stephan besetzt, er freute sich sehr, denn das neue Equipment kam zum Einsatz. Wir berichteten ja, dass Freddy S. sehr großzügig gespendet hatte und immer noch Spendet. So konnte Stephan seine Schützlinge auf der neuen Liege im Sitzen auf den neuen Behandlungsstuhl begutachten. Er hatte auch reichlich zu tun, von entzündeten Füßen, bis zu Halsschmerzen und einem mit Zahnschmerzen. Was wir können behandeln wir, was nicht geht versuchten wir weiterzuleiten. So geht der gute Herr zum Caritas Dent-Mobil. Im Großen und Ganzen aber eine ruhige Verteilung, ca. 40 Hilfebedürftige. Leider ziemlich schleppend, da die Bahnen nicht fuhren und alles über Busse gekommen sind. Denke deswegen auch die geringe Anzahl an Obdachlosen für diese Verteilung. An dieser Stelle möchte ich Vanessa mal sagen, dass sie es fürs erste Mal richtig toll gemacht hat. Sylvia war auch richtig klasse, so wie auch unsere Vereinsmitglieder.

 

Nach dem Wochenende ging es auch gleich weiter, Montag und Dienstag waren Behördengänge angesagt. Familie a hat nun wieder Geld, die Sperre ist weg. Familie b hat Bekleidungsgeld für sich und deren Kinder bekommen. An Familie c bin ich beim §5 Schein bei, da harkt es noch und Familie a hat nun auch einen § 5a Dringlichkeitsschein. Julia war inzwischen bei Humania 2.Hand und durfte dort eine Familie gratis einkleiden. Die Geschäftsleitung versprach auch den anderen Familien dieses Großzügiges Angebot zu. Vielen Dank an Humania. Wir begleiten natürlich die Familien dabei und passen solange auf die Kinder auf, denn warten bis Mama und Papa sich was Schönes ausgesucht haben, ist sooo langweilig. Aber dann kommen die Kinder dran, anziehen, ausziehen, immer wieder, dass stört doch beim Spielen. J zum Schluss werden aber alle was Tolles für sich gefunden haben und die Wechsel Wäsche hat auch was für sich. Ein Schuhgeschäft was Anonym bleiben möchte, Spendierte ein paar wirklich guter Schuhe.

 

Wir können stolz auf die letzten Tage zurückschauen, unsere Teams wurden gefestigt, der Streetwork wurde vermehrt und vielen konnte geholfen werden.

 

Somit möchten wir allen für ihre Spende danken, ob es Sachspenden, Geldspenden oder Zeitspenden waren, es hat so vielen Menschen geholfen und zeigt uns, das wir zusammen alles schaffen können um Harburg menschlicher zu machen.

 

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